Überzeugende Leistung von Giorgio Maggi bei seinem 24h-Zolder-Debüt

Eine Woche nach dem bislang größten Erfolg im GT-Sport, Platz sechs und Junior-Podium im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring, stand für Giorgio Maggi bereits der nächste Termin im Kalender. Der 20-Jährige folgte einer Einladung des Schweizer Rennstalls T2 Racing, bei den 24 Stunden von Zolder teilzunehmen. Das Langstreckenrennen fand vergangenes Wochenende auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs, dem 4,011 Kilometer langen Circuit Zolder, statt. Im Rahmen der Belcar Endurance Championship ging Maggi in der CN-Klasse zusammen mit seinen Teamkollegen Chris Mattheus, Pieter Decurtins, Guy Verheyen und Philipp Schlegel an den Start.

Insgesamt kämpften 44 Rennwagen um den Gesamtsieg. Das Starterfeld wurde in fünf Klassen eingeteilt, Maggi startete mit dem 260 PS starken Wolf GB08 Tornado in der CN-Klasse. Im stark besetzten Feld schaffte es das Fahrerquintett um Maggi und Teamchef Decurtins im Qualifying auf Platz acht. Beste Voraussetzungen also für eine Topplatzierung im kräftezehrenden Rennen zweimal um die Uhr.

Doch bereits in der Anfangsphase des 24-Stunden-Rennens hatte der Wolf GB08 Tornado mit der Startnummer 66 mit technischen Problemen zu kämpfen. Dennoch hielt das Team über den Großteil der Zeit Anschluss an die Top-5. Maggi überzeugte dabei in seinem ersten Stint mitten in der Nacht mit traumhaften Rundenzeiten. Vier Stunden vor Rennende nahmen die technischen Schwierigkeiten überhand und aufgrund eines elektronischen Defekts mussten die fünf Piloten in aussichtsreicher Position das Rennen aufgeben.

Drei Fragen an Giorgio Maggi

Giorgio, Startplatz acht, Topzeiten in deinem ersten Stint und dann der Ausfall. Dennoch bist du mit einem positiven Gefühl aus Zolder abgereist, oder?
Definitiv. Allem voran hatte ich eine Menge Spaß, T2 Racing ist ein tolles, professionell arbeitendes Team. Zudem sind sie sehr umgänglich und freundlich. In der Hinsicht war das Wochenende in Zolder eine tolle Erfahrung. Zudem haben wir es geschafft, trotz Einschränkungen hinsichtlich der Balance of Performance (BoP), die uns deutlich Leistung gekostet hat, in der Spitzengruppe mitzukämpfen. Natürlich ist es bitter, wenn man so ein Rennen nach 20 Stunden harter Arbeit aufgeben muss. Das gehört zum Motorsport dazu.

Euch fehlte etwas der Speed auf den Gerade, um um den Sieg zu kämpfen…
Der Wolf GB08 Tornado ist etwas breiter und hat auch breitere Reifen. Das Auto erzeugt einen unglaublich hohen Anpressdruck, was sehr viel Spaß macht, wenn man durch Kurven fährt. Durch die BoP wurde unsere Leistung insgesamt gedrosselt, daher hatten wir einen eklatanten Nachteil auf den Geraden. In den Kurven haben wir natürlich Zeit gutgemacht, aber auf den Geraden hat uns der Topspeed-Nachteil das Leben schwer gemacht. Dennoch haben wir es geschafft, uns zu verbessern und lagen zeitweise sogar unter den besten Fünf.

In deinen Stints, vor allem im ersten gegen Mitternacht hast du mit Topzeiten brilliert. Wie lief es für dich im Cockpit?
Ich habe anfangs etwas gebraucht, um mich vom Honda NSX GT3 auf den Wolf GB08 Tornado einzuschießen. Aber dann lief es für mich wirklich prächtig. Mein erster Stint war gegen Mitternacht. Anfangs war es ziemlich tricky, weil ich zunächst an langsameren Autos vorbei musste. Nachts ist das nicht ohne. Als ich dann freie Fahrt hatte, konnte ich richtig pushen und bin top Zeiten gefahren. Ich hatte dann noch einen weiteren Stint am Vormittag und wäre für den Schlussteil des Rennens eingeplant gewesen. Leider hat uns vier Stunden vor Rennende ein elektronischer Defekt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sehr schade, denn ich bin mir sicher, ich hätte noch einiges herausholen können.