Podiumsplatz für Giorgio Maggi bei GT3-Debüt in Mugello

Beim Debüt gleich ein Podiumsplatz – besser hätte es für den Schweizer Giorgio Maggi beim 12-Stunden-Rennen in Mugello kaum laufen können. Erst sehr kurzfristig kam der Einsatz im GT3-Lamborghini Huracán des erfahrenen deutschen Teams Konrad Motorsport Teams zustande – doch Maggi fand sich sehr schnell zurecht und belegte am Ende zusammen mit seinen Teamkollegen Franz Konrad, Teamchef und Fahrer in einem, und Marco Mapelli aus Italien den dritten Rang unter mehr als 50 Startern.

Zumindest Langstrecken-Erfahrung besitzt Maggi ja schon aus seinen Einsätzen im LMP3-Auto in der ELMS und im LMP2 in der Asian Le Mans Serie im vergangenen Jahr, der Umstieg auf neue Autos fiel ihm bis jetzt schon immer leicht, so dass er jetzt auch mit der wenigen Vorbereitungszeit gut zurecht kam: „Ich bin erst am Donnerstag im freien Training zum ersten Mal ins Auto gestiegen. Die freien Trainings mussten reichen, um das Auto und seine Limits kennenzulernen. Zudem kannte ich auch die Strecke noch nicht.“ Wobei Mugello mit Sicherheit nicht nur durch seine Streckenlänge von über fünf Kilometern eher zu den schwierigen Kursen im internationalen Rennkalender gehört. „Das macht den dritten Platz im Rennen noch wertvoller, als er es sowieso schon ist.“

Das 12-Stunden-Rennen wurde in zwei Etappen ausgetragen, eine Besonderheit von Mugello, um die Belastung der Teams, der Mechaniker und Ingenieure, zu reduzieren. Vier Stunden am Freitag, acht Stunden am Samstag – für die zweite Etappe kam Maggi bereits die verantwortungsvolle Aufgabe zu, den Start zu fahren. Immer eine heikle Angelegenheit mit dem Risiko, in Feindberührungen verwickelt zu werden. Doch der 19-Jährige löste seine Aufgabe fehlerfrei und er konnte sich danach in seinen weiteren Stints aus unnötigen Zwischenfällen heraus halten, dabei vom Speed her mit der erfahreneren Konkurrenz gut mithalten: „Das Fahrerfeld war schon sehr stark besetzt. Die meisten Fahrer hatten eine Menge Erfahrung im GT3-Rennsport,“ meinte er im Rückblick – und beschreibt seine Herangehensweise: „Ich habe zwar schon gefightet, habe aber Zweikämpfe nicht ausgereizt, um nicht unnötig Risiko einzugehen. Als Rookie ist die Herangehensweise auch sinnvoll. Denn es bringt mir nichts, wenn ich in einem harten Fight aus dem Rennen ausscheide, weil keiner nachgeben wollte. Für mich lief das erste GT3-Rennwochenende ganz nach dem Motto „lernen, lernen, lernen“. Dass ich letztlich von den Rundenzeiten durchaus mit der Spitze mithalten konnte, zeigt, dass das der richtige Weg gewesen ist.“

Besonders freute sich Maggi über die tolle Zusammenarbeit mit Konrad Motorsport: „Das hat von Anfang an super gepasst. Die Datenanalyse gemeinsam mit dem Team hat mir eine Menge geholfen. Zudem hat mir mein Teamkollege Marco Mapelli nützliche Tipps gegeben, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Danach ging es mit den Rundenzeiten weiter aufwärts. Wichtig war auch, dass mir das Team genügend Zeit gegeben hat, um schnell dazuzulernen.“

Auch Teamchef Franz Konrad war mit seinem Neuzugang sehr zufrieden: „Giorgio hat sich sehr schnell an das für ihn neue Auto und die neue Strecke gewöhnt und insgesamt einen tollen Job abgeliefert. Ich würde sehr gern weiter mit ihm zusammenarbeiten.“ In der Planung sind derzeit zum Beispiel einige weitere Einsätze in der Creventic-Langstrecken-Serie, zu der auch die 12-Stunden von Mugello gehörten, aber auch in der sportlich sogar noch höher angesiedelten Blancpain Endurance Serie.